6. Hygiene
6.1. Ernährung, Mahlzeiten
Die Kinder lernen selbständig zu Essen, mit den Händen, dem Löffel und der Gabel. Frei von jeglichem Zwang.
Neben selbstverständlichen Dingen wie Hygiene und einwandfreier Aufsicht zur Vermeidung von Unfällen wird von mir jeden Tag frisch gekocht. So sorge ich dafür, dass das Essen abwechslungsreich und gesund ist.
Ich koche mit regionalen und einigen Bio-Produkten. Ich kann dabei auf einzelne Unverträglichkeiten, Allergien und Vorlieben Rücksicht nehmen.
Elternwünsche werden selbstverständlich akzeptiert.
Aus Sicherheits- und Hygienegründen beziehe ich die Kinder nicht bei der Zubereitung und Ausgabe von Speisen ein. Sie dürfen beim Kochen zusehen und ich erkläre und zeige die Lebensmittel.
6.2. Gesundheit, Schlafen
Jedes Kind hat sein eigenes Bett oder kann individuel im Kinderwagen, in der Wippe oder auf der Matratze schlafen. Zwischen 1und 2 Stunden schlafen die Kinder, angepasst an das Alter und entsprechend nach Gewohnheit und Ritual. Kinder brauchen Schlaf. Ich begleite sie beim Schlafen und bin bei ihnen. Die Kinder sollten sich geborgen fühlen und ihr eigenes Kuscheltier, Kissen, Schnuller haben. Sie schlafen mit Schlafmusik ein oder ich singe ihnen vor.
Vergessen darf man nicht, dass der Start in der Kindertagespflege eine spannende Herausforderung für die Eltern und das Kind zugleich ist. Der Tagesablauf und die Anforderungen für die komplette Familie verändern sich dadurch. Alle müssen sich neu einspielen und auf das Bedürfnis des Kindes schauen, denn das lernt in dieser Zeit der Veränderung wahnsinnig viel Neues.
Wenn das Kind in die Tagespflege kommt und dort mittags länger oder vielleicht sogar auch mal kürzer als zu Hause schläft, kann sich die übliche Zeit des Zubettgehens verändern.
Mittags ist es bei uns endlich so weit, die Kinder bekommen nach dem Vormittag und dem Mittagessen ihre wohlverdiente Ruhepause. Je nach Alter sind sie dann auch schon sehr müde. Deshalb sollte man nicht vergessen, dass ein Tag in der pädagogischen Einrichtung, für die Kinder, wie ein Arbeitstag bei uns ist. Kinder sollten ausschlafen können, denn ausreichend Schlaf sorgt für eine ausgeglichene Psyche und körperliches Wohlbefinden des Kindes und bildet somit eine wichtige Voraussetzung, sich seiner Umwelt interessiert und aufgeschlossen zuzuwenden. Im Schlaf verarbeitet das kindliche Gehirn die erlebten Eindrücke, bildet neue Verbindungen (Synapsen) und speichert das Erlernte.
6.3. Krankheitsfall
Treten bei dem Kind Anzeichen für eine Erkrankung auf, haben die Eltern sofort die weitere Betreuung zu übernehmen.
Ist die Betreuung der Kinder durch mich, je nach Krankheitsbild nicht möglich, haben die Eltern diese zu übernehmen.
Allerdings fallen darunter nicht nur ansteckende Erkrankungen, die im Infektionsschutzgesetz geregelt sind. Auch bei Symptomen, Krankheiten, an denen Kinder im Alltag häufiger leiden, sind die Eltern dazu verpflichtet, ihre Kinder selbst zu betreuen.
Dazu zählen z. B. ansteckende und fiebrige Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Röteln, Ringelröteln, Windpocken, Mumms, Scharlach, Bindehautentzündung, Mund-Hand-Fuß-Krankheit.
Hierzu gibt es einen Leitfaden der Stadt Mainz.
Die Kinder sollten wenn sie nicht mehr ansteckend sind und erst nach Absprache mit dem Kinderarzt wieder betreut werden.
Medikamente jeglicher Art dürfen nicht von mir verabreicht werden. Bei chronischen Erkrankungen kann nach ausführlicher Einweisung durch einen Arzt eine Medikamentengabe erfolgen. Hierzu muss eine schriftliche Vollmacht erteilt werden.
6.4. Sauberkeitsentwicklung
Das Wickeln eines Kindes ist eine wichtige pädagogische Aufgabe, denn hierbei geht es nämlich nicht allein um das Säubern eines Kindes. Ich nehme die Gelegenheit, mich an jedes einzelne Kind zuzuwenden, mit ihm zu sprechen, seine Befindlichkeit, Reaktionen und Vorlieben zu beachten, diese mit Worten zu begleiten und darauf einzugehen. Das Wickeln ist somit eine Zeit der Aufmerksamkeit zwischen mir und dem Kind – eine Aufmerksamkeit, die zum Aufbau und zur Festigung der gegenseitigen Beziehung beiträgt. Besonders wichtig erscheint es mir in dieser sehr intimen Situation, eine vertrauensvolle Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit zu schaffen, so dass sich jedes Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit angenommen und verstanden fühlt.
Neben der persönlichen Gestaltung der Pflegesituation braucht diese auch einen angemessenen Rahmen. Es gibt verschiedene Wickelplätze und im Spielraum einen geräumigen Wickeltisch mit integrierter Treppe. Weiter steht ein Töpfchen zur Verfügung. So können die Kinder je nach Entwicklungsstand „Sauber werden“.
Ich unterstütze die Sauberkeitserziehung spielerisch durch entsprechende Bilderbücher und Puppen und, falls von den Kindern gewünscht, durch gemeinsame Töpfchengänge.
Besonders im Bereich der Sauberkeitserziehung ist es wichtig, den Entwicklungsstand des einzelnen Kindes zu berücksichtigen.
Die meisten Kinder zeigen im Alter zwischen 18 und 30 Monaten durch entsprechende Initiativen an, dass mit der Sauberkeitsgewöhnung begonnen werden kann. Die Fähigkeit, Blase und Darm zu kontrollieren, hat ein Kind in der Regel erst mit 26 Monaten. Auch das Unterbrechen des Spiels für einen Toilettengang und das Verschieben von Handlungen auf einen späteren Zeitpunkt, sind große Entwicklungsschritte, die sich erst im Laufe des dritten Lebensjahres entwickeln und oftmals erst nach meiner Kindertagespflege in der Kindertagesstätte erfolgt.
Ganz wichtig ist hier noch anzumerken, dass die Sauberkeitserziehung nicht von mir alleine bewältigt werden kann, sondern nur unterstützend und begleitend zur Erziehungstätigkeit der Eltern. Hier ist ein intensiver Kontakt zwischen mir und den Eltern gefordert, der dem Kind die nötige Sicherheit vermittelt und so eine Basis schafft, in der es sich ganz individuell und selbstständig entwickeln kann.
6.5. Erste Hilfe
Bei Notfällen des Kindes bin ich verpflichtet, eine ärztliche Behandlung durch den Notarzt einzuleiten. Die Eltern werden direkt informiert.
Ich absolviere alle 2 Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs und bin entsprechend geschult bei kleinen Verletzungen die Kinder zu versorgen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!